Hierarchien nach Rudolf Steiner
(aus: Geheimwissenschaft im Umriß)
Trinität: Weltengeist (Vatergott) - Weltenseele (Sohn, Wort, Makrokosmos) - Menschengeist (Sophia, Mikrokosmos)
I. Hierarchie, die Namen der Hierarchien sind keine Eigennamen, sondern Namen für gewisse Bewußtseinsstufen des großen Universums, und die Wesen rücken von einer Stufe zur anderen
1. Seraphim: Fixsternsphäre, Kosmos: Geister der All-Liebe
2. Cherubim: Tierkreis - Geister der Harmonie - transformieren die von der Trinität übergebenen Entwicklungsziele eines Planetensystems in überpersönliche Weisheit, die dann verströmt wird
3. Throne: Planetensystem - Geister des Willens, opfern ihre Willens-Substanz als mineralische Grundsubstanz des Planetensystems und als Wärme hin. Die Gruppen-Iche der Mineralien sind ihre Nachkommen. Saturnsphäre
II. Hierarchie
4. Kyriotetes: Ätherleib der Menschen - Geister der Weisheit, sie opfern sich, damit der Mensch einen Ätherleib erhält. Gruppenseelen der Pflanzen sind ihre Nachkommen. Jupitersphäre
5. Dynameis: Astralleib der Menschen - Geister der Bewegung, sie erscheinen u.a. in den Zahlengesetzen; die Gruppenseelen der Tiere sind ihre Nachkommen. Marssphäre
6. Elohim: Iche der Menschen - Geister der Form, Christus ist der oberste Elohim, gehört aber auch zur Trinität (Weltenseele). Jahve sendet vom Mond die reife Weisheit, welche die Grundlage für Liebe ist. Die übrigen 6 Elohim wirken durch die Sonne. Region des Seelenlebens, Sinneswelt
III. Hierarchie
7. Archai: bewirken die Zeit - Geister der Persönlichkeit, bestehen aus Geistesmensch als höchsten Bewusstseinszustand. Dieser Stufe gehören auch die Geister der Finsternis (böse Asuras, Luzifer) an, z.B. Satan. Venussphäre, Region der Seelenkraft, Gedankenwelt
8. Archangeloi: Blitze, Feuer - sie bewirken die Sprache und Volksseelen, Feuergeister: Lebensgeist entstehen momentan durch sie. Merkursphäre, Region des Seelenlichtes, Sprachwelt, Gefühlsvorstellung
9. Angeloi: Boten, Söhne des Lebens, bilden gegenwärtig die Geistselbste aus, Schutzengel (Genius). Mondsphäre, Kamaloka, Phantasie/Träumen, willensmäßiges Gefühl
IV. Hierarchie
10. Mensch: Geist der Freiheit und Liebe, bestehend aus physischem Körper, Ätherleib, Astralleib und Ich als höchster Bewusstseinszustand. Erdensphäre, Willenshandlung
11. Tier: bestehend aus physischem Körper, Ätherleib, Astralleib
12. Pflanze: bestehend aus physischem Körper, Ätherleib
13. Mineral, physische Körper
Spiritual Science ~ Anthroposophy ~ Arts ~ Esoteric Christianity ~ Rosicrucianism
Mittwoch, 31. Dezember 2014
Samstag, 28. Dezember 2013
2014 - The Year Of Antroposophy
Dear spiritual researchers, the year 2014 will become - from the point of anthroposophic astrology - a year of GNOSIS (Saturn in Scorpio/dynamism) and Inspiration (Neptune in its home Pisces/psychologism). On January 1st, 2014, a cardinal c...osmic Cross is rising (change, restart). The decisive point: this cross is released by Saturn and Neptune, which are in Trigon with Jupiter (Logism) in cancer (wellspring & emotion). Always remember: anthroposophy delivers solid protection and unique strength towards the troubles of ahrimanic materialism (Cosmic Cross).
Das "Kosmische Kreuz" zum Jahreswechsel 2013/2014
aus Astrowiki:
"Das Große Kreuz ist eine Aspektfigur, bei der sich vier Planeten im Winkelabstand von jeweils neunzig Grad zueinander befinden, also vier Quadrate und somit ein geschlossenes Viereck bilden. Darüber hinaus stehen sich im Normalfall je zwei Planeten direkt gegenüber, d.h. inOpposition.
Bruno und Louise Huber schreiben in „Aspektbild-Astrologie“: Auch kann diese Figur in einer ständigen Bemühung um Bewusstseinserweiterung ihren Ausdruck finden. Nur in diesem Zusammenhang hat der traditionelle Name “Karmisches Kreuz“ seine Berechtigung, da es hier um Transzendierung der Realität und um die Verwirklichung von Ideen geht. Allerdings muss Demut geübt werden, da sonst leicht Gefahr von Fanatismus oder geistiger Überheblichkeit besteht.
Weitere Infos zum sog. kardinalen Kreuz in Widder-Waage-Krebs-Steinbock: http://wiki.astro.com/astrowiki/de/Qualität
Das "Kosmische Kreuz" zum Jahreswechsel 2013/2014
aus Astrowiki:
"Das Große Kreuz ist eine Aspektfigur, bei der sich vier Planeten im Winkelabstand von jeweils neunzig Grad zueinander befinden, also vier Quadrate und somit ein geschlossenes Viereck bilden. Darüber hinaus stehen sich im Normalfall je zwei Planeten direkt gegenüber, d.h. inOpposition.
Das Große Kreuz verbindet in der Regel jeweils vier kardinale, vier fixe oder vier veränderlicheZeichen miteinander (Qualität).
Deutung
Die Konstellation wirkt schon durch ihr Bild ausgesprochen stabil, aber auch unflexibel. Das Große Kreuz gilt als starker analytischer Aspekt. Es symbolisiert eine Herausforderung, der man nicht ausweichen kann. Sie zu bestehen, erfordert erheblichen Einsatz und Aufwand. Durch den stabilen Charakter der Verbindung ist bei den Betroffenen aber auch die Bereitschaft vorhanden, die Hindernisse auszuhalten, die auftretenden Probleme durchzustehen. Insofern enthält das Große Quadrat die Chance, sich schwierigen Themen zu stellen, an ihnen zu wachsen und sie zu meistern. Schlägt die Stabilität jedoch in Starrheit um, besteht die Gefahr, den richtigen Zeitpunkt zu verpassen, zu dem ein bestimmtes Thema losgelassen werden soll, oder man sucht Befreiungen, indem man eine Sache übers Knie bricht.
Kommt es zur Auslösung eines der beteiligten Planeten, so sind immer gleichzeitig die anderen Planeten entweder durch Konjunktion, Quadrat oder Opposition mit beteiligt. Dadurch wird die planetare Aktivierung besonders intensiv, stark und hartnäckig. Um der Gefahr einer Überforderung zu begegnen, bzw. um eine dauerhafte und tragfähige Lösung zu finden, ist ein bewusster Umgang mit den aktivierten Themen notwendig."
"Das kardinale Kreuz umfasst Widder, Krebs, Waage und Steinbock. Kardinal steht für den Beginn eines Quadranten bzw. Quartals, für eine aufbauende, schöpferische Kraft, als erstes Stadium für die Initiative, den Anfangsimpuls, für die am stärksten ausgeprägte Eigenart eines Elementes.
Im Jahreskreis, d.h. wenn die Sonne in die kardinalen Zeichen eintritt, werden die Feste Weihnachten, Ostern, Johanni und Michaelis gefeiert.
Bei einer Betonung der kardinalen Zeichen im individuellen Horoskop wird der Betreffende gern neue Impulse aufnehmen, tut sich jedoch schwer mit deren Konsolidierumg, d.h. das einmal Erreichte längerfristig oder dauerhaft abzusichern."
Kommt es zur Auslösung eines der beteiligten Planeten, so sind immer gleichzeitig die anderen Planeten entweder durch Konjunktion, Quadrat oder Opposition mit beteiligt. Dadurch wird die planetare Aktivierung besonders intensiv, stark und hartnäckig. Um der Gefahr einer Überforderung zu begegnen, bzw. um eine dauerhafte und tragfähige Lösung zu finden, ist ein bewusster Umgang mit den aktivierten Themen notwendig."
"Das kardinale Kreuz umfasst Widder, Krebs, Waage und Steinbock. Kardinal steht für den Beginn eines Quadranten bzw. Quartals, für eine aufbauende, schöpferische Kraft, als erstes Stadium für die Initiative, den Anfangsimpuls, für die am stärksten ausgeprägte Eigenart eines Elementes.
Im Jahreskreis, d.h. wenn die Sonne in die kardinalen Zeichen eintritt, werden die Feste Weihnachten, Ostern, Johanni und Michaelis gefeiert.
Bei einer Betonung der kardinalen Zeichen im individuellen Horoskop wird der Betreffende gern neue Impulse aufnehmen, tut sich jedoch schwer mit deren Konsolidierumg, d.h. das einmal Erreichte längerfristig oder dauerhaft abzusichern."
Bruno und Louise Huber schreiben in „Aspektbild-Astrologie“: Auch kann diese Figur in einer ständigen Bemühung um Bewusstseinserweiterung ihren Ausdruck finden. Nur in diesem Zusammenhang hat der traditionelle Name “Karmisches Kreuz“ seine Berechtigung, da es hier um Transzendierung der Realität und um die Verwirklichung von Ideen geht. Allerdings muss Demut geübt werden, da sonst leicht Gefahr von Fanatismus oder geistiger Überheblichkeit besteht.
Weitere Infos zum sog. kardinalen Kreuz in Widder-Waage-Krebs-Steinbock: http://wiki.astro.com/astrowiki/de/Qualität
Donnerstag, 1. August 2013
Star Of David/Davidstern July 2013
Right now, from 30th July enduring about 4 weeks, the first Star Of David (Hexagram constellation) since 9th November 2003 (see the last blog entry) is occurring. This time the Sun and Uranus are not participating, but all other planets are exactly connected! An extreme rare constellation, which I found in June 1955 and May 1977.
It seems that this constellation is the necessary link and completion for the 2003 constellation, because now all those planets are involved which were not competing in 2003, except of Uranus who is always doing his own thing... For interpretation just take a look at the last blog entry.
July 30th 2013
It seems that this constellation is the necessary link and completion for the 2003 constellation, because now all those planets are involved which were not competing in 2003, except of Uranus who is always doing his own thing... For interpretation just take a look at the last blog entry.
July 30th 2013
Montag, 11. Februar 2013
Earth Destiny since 1987

Cosmic Pentagon: October 1st and October 28th 2004,

Cosmic Trigon (Harmonic Convergence) - 25th August 1987, e.g. birthdate of writer and singer Amy Macdonald

Cosmic Cross /Square 11. August 1999 (Sun eclipse over Paris, Stuttgart, Istanbul)
f
Cosmic Conjunction 2000
Exactly 9 month after Cosmic Cross/Square (11th August 1999)
All 7 old planets in ONE row. AND: Jupiter-Saturn-Conjunction (which takes place only once in 20 years!)
g
Cycle of Jupiter-Saturn Conjunctions each 20 years:
g
Samstag, 20. Oktober 2012
Der Siebenjahre-Zyklus
Weshalb findet die Entwicklung der Wesensglieder des Menschen gerade in Jahrsiebten statt?
Dafür liefern Anthroposophie und Astrologie eine plausible Erklärung. Saturn braucht 28-29 Jahre für einen Umlauf. Dieser Zyklus lässt sich in vier Abschnitte von 7 Jahren aufteilen.
Im 7. Lebensjahr steht Saturn im Quadrat zu seiner Geburtsstellung: Mit der Einschulung treten Lehrer als weitere Autoritäten neben den Eltern an das Kind heran. Mit 14 bildet Saturn eine Opposition zur Saturnstellung bei der Geburt, und tatsächlich kommt es gerade in diesem Alter zur Auflehnung gegen Autoritäten, Testen von Grenzen, manchmal sogar Konflikte mit dem Gesetz. Mit 21 Jahren steht Saturn erneut im Quadrat zu seiner Geburtsstellung, jetzt ist man erwachsen und für sich selbst voll verantwortlich für sein Leben
Für das Alter von 28-35 erläutert Rudolf Steiner:
"Was wir Verstandes- oder Gemütsseele nennen, arbeitet sich erst heraus aus der Empfindungsseele (21-28 J.) und ist schon in gewisser Beziehung etwas Abgeklärteres als die Empfindungsseele. In der Verstandesseele sitzen schon die Fähigkeiten, dasjenige in Vorstellungen zu kleiden, was in der Empfindungsseele empfunden ist, dasjenige, was als Instinkte, als Affekte erlebt wird, zu einer menschlicheren Form des Seelenlebens abzuklären. Wenn zum Beispiel Affekte, die sonst nur auf Selbsterhaltung gehen, abgeklärt werden zum Wohlwollen, ja sogar zum liebevollen Verhalten zur Umwelt, haben wir es schon zu tun mit der Verstandes- oder Gemütsseele. In der Verstandesseele geht uns das Ich auf, der eigentliche Mittelpunkt unseres Seelenlebens." (GA 127, S 42ff.)
Dafür liefern Anthroposophie und Astrologie eine plausible Erklärung. Saturn braucht 28-29 Jahre für einen Umlauf. Dieser Zyklus lässt sich in vier Abschnitte von 7 Jahren aufteilen.
Im 7. Lebensjahr steht Saturn im Quadrat zu seiner Geburtsstellung: Mit der Einschulung treten Lehrer als weitere Autoritäten neben den Eltern an das Kind heran. Mit 14 bildet Saturn eine Opposition zur Saturnstellung bei der Geburt, und tatsächlich kommt es gerade in diesem Alter zur Auflehnung gegen Autoritäten, Testen von Grenzen, manchmal sogar Konflikte mit dem Gesetz. Mit 21 Jahren steht Saturn erneut im Quadrat zu seiner Geburtsstellung, jetzt ist man erwachsen und für sich selbst voll verantwortlich für sein Leben
Für das Alter von 28-35 erläutert Rudolf Steiner:
"Was wir Verstandes- oder Gemütsseele nennen, arbeitet sich erst heraus aus der Empfindungsseele (21-28 J.) und ist schon in gewisser Beziehung etwas Abgeklärteres als die Empfindungsseele. In der Verstandesseele sitzen schon die Fähigkeiten, dasjenige in Vorstellungen zu kleiden, was in der Empfindungsseele empfunden ist, dasjenige, was als Instinkte, als Affekte erlebt wird, zu einer menschlicheren Form des Seelenlebens abzuklären. Wenn zum Beispiel Affekte, die sonst nur auf Selbsterhaltung gehen, abgeklärt werden zum Wohlwollen, ja sogar zum liebevollen Verhalten zur Umwelt, haben wir es schon zu tun mit der Verstandes- oder Gemütsseele. In der Verstandesseele geht uns das Ich auf, der eigentliche Mittelpunkt unseres Seelenlebens." (GA 127, S 42ff.)
Montag, 6. August 2012
Perspektiven der Menschheitsentwicklung
aus: GA 204, 16. Vortrag Dornach, 3. Juni 1921
Wir entwickeln die Bewußtseinsseele seit der Mitte des 15. Jahrhunderts; aber wir haben nur noch den Schatten des Verstandes (Anm.: da die Verstandes-Seele bereits davor voll entwickelt wurde). Wenn der Mensch heute seine Begriffe entwickelt, nun, er ist wahrhaftig weit genug entfernt von der Vorstellung, daß da ein Engel in ihm erkennt. Er denkt sich nun halt: Ich denke da etwas aus über die Dinge, die ich erfahren habe. Er redet jedenfalls nicht davon, daß da eigentlich ein geistiges Wesen (d.h. Engel) vorhanden ist, das da erkennt, oder gar ein noch höheres geistiges Wesen (d.h. Erzengel), das durch sein Selbstbewußtsein vorhanden ist.
Dasjenige, womit der Mensch heute die Dinge zu erkennen versucht, das ist der Schatten des Intellektes, wie er sich für die Griechen, zum Beispiel für Plato und Aristoteles, wie er sich selbst für die Römer noch herausgebildet hat.
Aber gerade das, meine lieben Freunde, daß wir uns durch den Verstand nicht mehr zu beirren lassen brauchen, das kann uns weiterhelfen. Die Menschen laufen heute einem Schatten nach, dem Verstande in ihnen, dem Intellekt. Von dem lassen sie sich beirren, statt zu streben nach Imagination, nach Inspiration, nach Intuition, die nun wiederum in die geistige Welt, die eigentlich uns umgibt, hineinführen.
Daß der Verstand schattenhaft geworden ist, das ist ja gerade gut. Aber wir haben zunächst mit diesem schattenhaften Verstande die äußere Naturwissenschaft gegründet. Wir müssen von ihm aus weiterarbeiten, und Gott ist zur Ruhe gekommen, damit er uns arbeiten lasse. Der vierte Zustand (also die Verstandes-Seele) ist heute vollends da. Der Mensch muß sich nur dessen bewußt werden. Und ohne daß er sich dessen bewußt wird, kann nichts weiter sich bilden auf der Erde. Denn dasjenige, was die Erde als Erbstück empfangen hat, das seit dem 4. Jahrhundert untergegangen. Neues muß gegründet werden.
Im 9., 10., 11. Jahrhundert war Weltuntergangsstimmung. Nachher kamen die Kreuzzüge. Sie haben nichts eigentlich gebracht, weil ja im Materiellen gesucht worden ist dasjenige, was im Geiste hätte gesucht werden sollen. Nun, da die Kreuzzüge nichts gebracht hatten, kam den Menschen, man möchte sagen, zunächst wie eine Aushilfe, die Renaissance. Das Griechentum wurde wieder erschlossen, dasjenige, was heute unter den Menschen als Bildung verbreitet wird, das Griechentum war wieder da, es war aber zunächst nicht da als ein Neues.
Das Neue war nur in Bezug auf die äußere Natur in mathematisch-mechanischen Vorstellungen da seit dem Beginn des 15. Jahrhunderts. Dafür aber waren da die Trümmer des Altertums. Unseren jungen Leuten werden die Trümmer des Altertums als Gymnasialbildung eingepfropft. Sie bilden dann die Grundlage der Zivilisation. Oswald Spengler hat diese Trümmer der Renaissance angetroffen. Wie erratische Blöcke schwimmen sie auf dem Meer, das weiteres erzeugen will. Aber schaut man nur hin auf diese Eisblöcke, die da schwimmen, dann sieht man den Untergang. Denn dasjenige, was da aus dem Alten sich erhalten hat, ist in Untergangsstimmung, und niemand kann galvanisieren dasjenige, was unsere heutige Bildung ist. Die geht zugrunde. Eine andere Zivilisation muß aus dem Geistigen heraus durch Urschöpfung geschaffen werden, denn der vierte Zustand (die Verstandes-Seele) ist da.
So muß Scotus Erigena verstanden werden, der sich seine Weisheit - ich möchte sagen, für ihn schon schwer verständlich - aus der Irischen Insel herübergebracht hatte, aus den Mysterien, die da auf der Irischen Insel gepflegt worden waren; das muß man heute aus dem Scotus Erigena herauslesen. Und so spricht nicht nur dasjenige, was man aus der Geisteswissenschaft als Urerkenntnis haben kann, sondern so sprechen auch die Dokumente der älteren Zeiten, wenn man sie wirklich verstehen will, wenn man endlich loskommen will von dem Alexandrinismus der neueren philosophischen Wissenschaft, welche sich Philologie nennt. Man muß schon sagen, so wie diese Dinge getrieben werden heute, merkt man weder viel von Philologie noch von Philosophie. Wenn man die Einpaukereien und die Examensordnungen in unseren Bildungsanstalten sich anschaut, dann ist von «Philo» außerordentlich wenig vorhanden, das muß schon aus einer anderen Ecke heraus kommen, aber wir brauchen es wiederum.
Ich wollte Ihnen zeigen, wie man die Wege erst suchen muß, um dasjenige, was verschüttet ist von der Urweisheit, in der richtigen Weise fassen zu können. Solche Tatsachen beachten ja die Menschen heute nicht, daß im Johannes-Evangelium klar ausgesprochen ist:
Der Logos ist das Schöpferische, nicht der Vatergott.
Wir entwickeln die Bewußtseinsseele seit der Mitte des 15. Jahrhunderts; aber wir haben nur noch den Schatten des Verstandes (Anm.: da die Verstandes-Seele bereits davor voll entwickelt wurde). Wenn der Mensch heute seine Begriffe entwickelt, nun, er ist wahrhaftig weit genug entfernt von der Vorstellung, daß da ein Engel in ihm erkennt. Er denkt sich nun halt: Ich denke da etwas aus über die Dinge, die ich erfahren habe. Er redet jedenfalls nicht davon, daß da eigentlich ein geistiges Wesen (d.h. Engel) vorhanden ist, das da erkennt, oder gar ein noch höheres geistiges Wesen (d.h. Erzengel), das durch sein Selbstbewußtsein vorhanden ist.
Dasjenige, womit der Mensch heute die Dinge zu erkennen versucht, das ist der Schatten des Intellektes, wie er sich für die Griechen, zum Beispiel für Plato und Aristoteles, wie er sich selbst für die Römer noch herausgebildet hat.
Aber gerade das, meine lieben Freunde, daß wir uns durch den Verstand nicht mehr zu beirren lassen brauchen, das kann uns weiterhelfen. Die Menschen laufen heute einem Schatten nach, dem Verstande in ihnen, dem Intellekt. Von dem lassen sie sich beirren, statt zu streben nach Imagination, nach Inspiration, nach Intuition, die nun wiederum in die geistige Welt, die eigentlich uns umgibt, hineinführen.
Daß der Verstand schattenhaft geworden ist, das ist ja gerade gut. Aber wir haben zunächst mit diesem schattenhaften Verstande die äußere Naturwissenschaft gegründet. Wir müssen von ihm aus weiterarbeiten, und Gott ist zur Ruhe gekommen, damit er uns arbeiten lasse. Der vierte Zustand (also die Verstandes-Seele) ist heute vollends da. Der Mensch muß sich nur dessen bewußt werden. Und ohne daß er sich dessen bewußt wird, kann nichts weiter sich bilden auf der Erde. Denn dasjenige, was die Erde als Erbstück empfangen hat, das seit dem 4. Jahrhundert untergegangen. Neues muß gegründet werden.
Im 9., 10., 11. Jahrhundert war Weltuntergangsstimmung. Nachher kamen die Kreuzzüge. Sie haben nichts eigentlich gebracht, weil ja im Materiellen gesucht worden ist dasjenige, was im Geiste hätte gesucht werden sollen. Nun, da die Kreuzzüge nichts gebracht hatten, kam den Menschen, man möchte sagen, zunächst wie eine Aushilfe, die Renaissance. Das Griechentum wurde wieder erschlossen, dasjenige, was heute unter den Menschen als Bildung verbreitet wird, das Griechentum war wieder da, es war aber zunächst nicht da als ein Neues.
Das Neue war nur in Bezug auf die äußere Natur in mathematisch-mechanischen Vorstellungen da seit dem Beginn des 15. Jahrhunderts. Dafür aber waren da die Trümmer des Altertums. Unseren jungen Leuten werden die Trümmer des Altertums als Gymnasialbildung eingepfropft. Sie bilden dann die Grundlage der Zivilisation. Oswald Spengler hat diese Trümmer der Renaissance angetroffen. Wie erratische Blöcke schwimmen sie auf dem Meer, das weiteres erzeugen will. Aber schaut man nur hin auf diese Eisblöcke, die da schwimmen, dann sieht man den Untergang. Denn dasjenige, was da aus dem Alten sich erhalten hat, ist in Untergangsstimmung, und niemand kann galvanisieren dasjenige, was unsere heutige Bildung ist. Die geht zugrunde. Eine andere Zivilisation muß aus dem Geistigen heraus durch Urschöpfung geschaffen werden, denn der vierte Zustand (die Verstandes-Seele) ist da.
So muß Scotus Erigena verstanden werden, der sich seine Weisheit - ich möchte sagen, für ihn schon schwer verständlich - aus der Irischen Insel herübergebracht hatte, aus den Mysterien, die da auf der Irischen Insel gepflegt worden waren; das muß man heute aus dem Scotus Erigena herauslesen. Und so spricht nicht nur dasjenige, was man aus der Geisteswissenschaft als Urerkenntnis haben kann, sondern so sprechen auch die Dokumente der älteren Zeiten, wenn man sie wirklich verstehen will, wenn man endlich loskommen will von dem Alexandrinismus der neueren philosophischen Wissenschaft, welche sich Philologie nennt. Man muß schon sagen, so wie diese Dinge getrieben werden heute, merkt man weder viel von Philologie noch von Philosophie. Wenn man die Einpaukereien und die Examensordnungen in unseren Bildungsanstalten sich anschaut, dann ist von «Philo» außerordentlich wenig vorhanden, das muß schon aus einer anderen Ecke heraus kommen, aber wir brauchen es wiederum.
Ich wollte Ihnen zeigen, wie man die Wege erst suchen muß, um dasjenige, was verschüttet ist von der Urweisheit, in der richtigen Weise fassen zu können. Solche Tatsachen beachten ja die Menschen heute nicht, daß im Johannes-Evangelium klar ausgesprochen ist:
Der Logos ist das Schöpferische, nicht der Vatergott.
Freitag, 3. August 2012
Der Schlaf als Quelle der Heilung
Anthroposophie als Kosmosophie II, GA 208
aus: 21. Vortrag, Dornach, 12. November 1921
Der Mensch stellt tatsächlich jede Nacht, indem er schläft, an die geistig-seelische Welt eine ganz bestimmte Anfrage. Er stellt sie natürlich nicht bewußt, aber er stellt sie mit dem Teil seines Wesens, der dann heraustritt aus seinem physischen und aus seinem Ätherleib. Er stellt die Anfrage an die geistige Welt: Wie nimmt sich vor den Wesen der geistigen Welt meine moralische Seelen-Verfassung aus?
Und es wird ihm die Antwort gegeben. Sie wird ihm dadurch gegeben, daß er, je nachdem wie seine moralische Seelengestaltung ist, die Gestaltung und die Tingierung bekommt. Jeden Morgen, wenn der Mensch aufwacht, tritt er in die physische und ätherische Körperlichkeit hinein mit einer Antwort aus der geistig-seelischen Welt. Jedes Einschlafen ist eine Fragestellung, eine unbewußte Fragestellung an die geistige Welt, jedes Aufwachen ist ein unbewußtes Antwortgeben aus der geistigen Welt. Wir stehen fortwährend gewissermaßen mit unserem Unterbewußtsein mit der geistigen Welt in einer Korrespondenz, indem wir aus dieser geistigen Welt heraus uns die Antworten darüber holen, wie wir innerlich als Mensch eigentlich sind. Sie tragen das, was die geistige Welt an Ihnen gestaltet, herein in Ihr physisches und Ihr ätherisches Dasein. Damit tragen Sie die Stimme des Gewissens herein. Im wachen Leben verwandelt sich das, was man als Antwort bekommt in Gestaltung und Tingierung, in die Stimme des Gewissens. Überhaupt alles, was unsere innerliche moralische Stimmung ist, müssen wir aus solchen Erkenntnissen heraus auf den Schlafzustand beziehen.
Man denke nur daran, wie eine Maxime des Volksbewußtseins die ist, daß, wenn man durch irgendeinen Menschen beleidigt ist, man die Empfindung, die man dadurch hat, nicht durch den Schlaf tragen soll, sondern sie womöglich vor dem Schlaf abmachen soll; daß man also den Zorn nicht durch den Schlaf tragen soll, sondern versuchen soll, ihn vor dem Schlafe zu beruhigen.
Wenn Sie wissen, daß das Einschlafen ein Fragestellen an die geistige Welt und das Aufwachen eine Antwort auf diese Frage ist, dann werden Sie sich sagen können: Sie bekommen eine andere Antwort und tragen eine andere Antwort des Morgens aus der geistigen Welt in Ihren physischen Leib herein, wenn Sie einen Zorn am Abend gemäßigt oder eine Beleidigung abgedämpft haben in Ihrem Empfinden, als wenn Sie diese Beleidigung in den Schlaf hineingetragen haben und in der Stimmung dieser Beleidigung die Frage an die geistige Welt stellen, oder wenn Sie zornig hineingehen in die geistige Welt und Ihre Frage durchglüht ist von Zorn. Wenn Sie etwas Zornmütiges in die geistige Welt hineintragen, so ist es, wie wenn ein vulkanischer Feuerstrom sich hineinergießen würde, und es muß dann von der äußeren seelischen Welt dieser vulkanische Feuerstrom tingiert werden. Das ist etwas anderes, als wenn man beim Einschlafen den Zorn abgedämpft hat.
Es ist vieles von dem, was hier geschildert worden ist, in seinen Wirkungen nicht nur auf das menschliche Gemüt, sondern sogar auf die körperliche und innerliche organische Lebensstimmung zu erkennen, und viele innerliche Krankheitsursachen sind in dem zu suchen, was wir als Antwort bekommen auf die Fragen, die wir unbewußt an die geistige Welt im Einschlafen stellen. Denn unsere physischen und ätherischen Organe, sie müssen im Wachzustande durchaus fertig werden mit dem, was ihnen durch das willensmäßige Ich und durch den gefühlsmäßigen astralischen Leib mit dem Aufwachen aus der geistigen Welt hereingetragen wird.
Die Geist-Gestalt von Ich und Astralleib während des Schlafens
Tatsächlich haben wir in dem, was der Mensch vom Einschlafen bis zum Aufwachen aus sich heraussetzt (Anm.: das Ich und den Astralleib), das Bildhafte von dem, was dann physisch verkörpert im menschlichen Haupte im nächsten Erdenleben zutage tritt. Das ist ein außerordentlich wichtiger Zusammenhang. Und wenn wir darauf zurückblicken, daß es eigentlich die moralische Seelenverfassung ist, welche das Bestimmende für diese Gestaltung, für diese Tingierung abgibt, so werden wir im nächsten Erdenleben die Einkörperung, die Verleiblichung der moralischen Seelenverfassung in den Kräften des menschlichen Hauptes zu suchen haben. Und indem sich dann diese Kräfte des menschlichen Hauptes als unser Denkvermögen, als unser Vorstellungsvermögen ausdrücken, haben wir dieses als die Wirkung unserer moralischen Seelenverfassung von diesem Leben. Das alles aber ist bildhaft vorhanden in dem, was der Mensch beim Einschlafen aus sich heraussetzt.
aus: 21. Vortrag, Dornach, 12. November 1921
Der Mensch stellt tatsächlich jede Nacht, indem er schläft, an die geistig-seelische Welt eine ganz bestimmte Anfrage. Er stellt sie natürlich nicht bewußt, aber er stellt sie mit dem Teil seines Wesens, der dann heraustritt aus seinem physischen und aus seinem Ätherleib. Er stellt die Anfrage an die geistige Welt: Wie nimmt sich vor den Wesen der geistigen Welt meine moralische Seelen-Verfassung aus?
Und es wird ihm die Antwort gegeben. Sie wird ihm dadurch gegeben, daß er, je nachdem wie seine moralische Seelengestaltung ist, die Gestaltung und die Tingierung bekommt. Jeden Morgen, wenn der Mensch aufwacht, tritt er in die physische und ätherische Körperlichkeit hinein mit einer Antwort aus der geistig-seelischen Welt. Jedes Einschlafen ist eine Fragestellung, eine unbewußte Fragestellung an die geistige Welt, jedes Aufwachen ist ein unbewußtes Antwortgeben aus der geistigen Welt. Wir stehen fortwährend gewissermaßen mit unserem Unterbewußtsein mit der geistigen Welt in einer Korrespondenz, indem wir aus dieser geistigen Welt heraus uns die Antworten darüber holen, wie wir innerlich als Mensch eigentlich sind. Sie tragen das, was die geistige Welt an Ihnen gestaltet, herein in Ihr physisches und Ihr ätherisches Dasein. Damit tragen Sie die Stimme des Gewissens herein. Im wachen Leben verwandelt sich das, was man als Antwort bekommt in Gestaltung und Tingierung, in die Stimme des Gewissens. Überhaupt alles, was unsere innerliche moralische Stimmung ist, müssen wir aus solchen Erkenntnissen heraus auf den Schlafzustand beziehen.
Man denke nur daran, wie eine Maxime des Volksbewußtseins die ist, daß, wenn man durch irgendeinen Menschen beleidigt ist, man die Empfindung, die man dadurch hat, nicht durch den Schlaf tragen soll, sondern sie womöglich vor dem Schlaf abmachen soll; daß man also den Zorn nicht durch den Schlaf tragen soll, sondern versuchen soll, ihn vor dem Schlafe zu beruhigen.
Wenn Sie wissen, daß das Einschlafen ein Fragestellen an die geistige Welt und das Aufwachen eine Antwort auf diese Frage ist, dann werden Sie sich sagen können: Sie bekommen eine andere Antwort und tragen eine andere Antwort des Morgens aus der geistigen Welt in Ihren physischen Leib herein, wenn Sie einen Zorn am Abend gemäßigt oder eine Beleidigung abgedämpft haben in Ihrem Empfinden, als wenn Sie diese Beleidigung in den Schlaf hineingetragen haben und in der Stimmung dieser Beleidigung die Frage an die geistige Welt stellen, oder wenn Sie zornig hineingehen in die geistige Welt und Ihre Frage durchglüht ist von Zorn. Wenn Sie etwas Zornmütiges in die geistige Welt hineintragen, so ist es, wie wenn ein vulkanischer Feuerstrom sich hineinergießen würde, und es muß dann von der äußeren seelischen Welt dieser vulkanische Feuerstrom tingiert werden. Das ist etwas anderes, als wenn man beim Einschlafen den Zorn abgedämpft hat.
Es ist vieles von dem, was hier geschildert worden ist, in seinen Wirkungen nicht nur auf das menschliche Gemüt, sondern sogar auf die körperliche und innerliche organische Lebensstimmung zu erkennen, und viele innerliche Krankheitsursachen sind in dem zu suchen, was wir als Antwort bekommen auf die Fragen, die wir unbewußt an die geistige Welt im Einschlafen stellen. Denn unsere physischen und ätherischen Organe, sie müssen im Wachzustande durchaus fertig werden mit dem, was ihnen durch das willensmäßige Ich und durch den gefühlsmäßigen astralischen Leib mit dem Aufwachen aus der geistigen Welt hereingetragen wird.
Die Geist-Gestalt von Ich und Astralleib während des Schlafens
Tatsächlich haben wir in dem, was der Mensch vom Einschlafen bis zum Aufwachen aus sich heraussetzt (Anm.: das Ich und den Astralleib), das Bildhafte von dem, was dann physisch verkörpert im menschlichen Haupte im nächsten Erdenleben zutage tritt. Das ist ein außerordentlich wichtiger Zusammenhang. Und wenn wir darauf zurückblicken, daß es eigentlich die moralische Seelenverfassung ist, welche das Bestimmende für diese Gestaltung, für diese Tingierung abgibt, so werden wir im nächsten Erdenleben die Einkörperung, die Verleiblichung der moralischen Seelenverfassung in den Kräften des menschlichen Hauptes zu suchen haben. Und indem sich dann diese Kräfte des menschlichen Hauptes als unser Denkvermögen, als unser Vorstellungsvermögen ausdrücken, haben wir dieses als die Wirkung unserer moralischen Seelenverfassung von diesem Leben. Das alles aber ist bildhaft vorhanden in dem, was der Mensch beim Einschlafen aus sich heraussetzt.
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