Samstag, 20. Juni 2015

Reincarnations of spiritual teachers

Reincarnations of spiritual teachers and other entelechies

Reincarnation rows given by a Swedish priest of the Christian Community:

Adam - Elijah-Naboth - John the Baptist
Eve - Balkis the Queen of Sheba - the Virgin Mary (Solomon Mary)
Cain - Hiram Abiff - Lazarus-John
Abel - King Solomon - Mary Magdalene


In his Karma lectures Rudolf Steiner mentioned the following reincarnation lines of those entelechies:
In den Karmavorträgen (GA 235-240) gab Rudolf Steiner die Wiederverkörperungen wichtiger spiritueller Lehrer an.

Zarathustra (=> Ätherleib/ethetric body) - Moses - Jesus von Nazareth
Siddharta Gautama (=> Astralleib/astral body) - Jesus von Bethlehem

Spirituelle Strömungen / Spiritual streams (Plato/Aristoteles/Middle Way)

Platoniker
Plato - Hroswitha v. Gandersheim (935-973) - Karl J. Schröer (1825-1900), dieser war R. Steiners Hochschullehrer für Literaturgeschichte in Wien und "entdeckte" die Oberuferer Weihnachtsspiele

Der Weg der Mitte / The Middle Way

I. Pinehas - Elias - Johannes der Täufer - Raffael - Novalis - Herrmann Grimm (1828-1901), Sohn des Märchensammlers Wilhelm Grimm

II. Hiram Abiff - Lazarus / Johannes der Evangelist - Floire ("Flor et Blancheflor") - Christian Rosenkreutz I (13. Jhd.) - Christian Rosenkreutz II (1378-1484) - Rakoczi (Graf von St. Germain †1784)

Aristoteliker / Incarnations of Rudolf Steiner
1. Eabani (Enkidu) (3000 BC-beginning of Kali Yuga) --- the "wild man" of the Gilgamesh saga
2. Cratylus/Kratylos (6th/7th C. BC) - priest of Temple of Ephesus; subject of dialogue of Plato where eurythmy is described.
3. Aristoteles
4. Schionatulander (9th-10th century) - Steiner's 1st post-Christian incarnation which puts him in the Grail stream.
5. Thomas von Aquin (1225-1270)
6. Rudolf Steiner, the statement to be the reborn Aristotle originates from a private letter of Steiner, which was published in the 1990s; die Aussage,der wiederverkörperte Aristoteles zu sein, stammt aus einem nicht-öffentlichen Brief Steiners, der in den 1990er Jahren bekannt wurde

weitere Reinkarnationsreihen / other lines mentioned by Steiner:

Alexander d. Große - Sigune - Ita Wegmann (Begründerin Anth.Medizin,1876-1943)

Sokrates - Christian Oeser (1791-1850), Vater von Karl J. Schröer (1825-1900).

Judas Ischariot - Kaiser Konstantin

Julian Apostata - Herzeloyde (Mutter des Parsifal) - Tycho de Brahe

Papst Nikolaus I. (820-867) - Helmuth von Moltke (1848-1916)

Johann Gottlieb Fichte (1762-1814) - Friedrich Nietzsche (1844-1900)

Titus Livius - Walther v. d. Vogelweide - Ludw. Schleich (Lokalanästhesie)

Nikolaus Cusanus (1401-1464) - Nikolaus Kopernikus (1473-1543)

Inspiratoren des Materialismus (arabistische Strömung) / materialistic inspirators:

Muawija (Statthalter von Syrien, geb. um 600) - Woodrow Wilson
Kalif Harun al Rashid (763-809)-Baco v. Verulam (Francis Bacon, 1561-1626)
Wesir Yahya (am Hofe des Harun al rashid) - Amos Comenius (1592-1670)
Nero - Rudolf, Kronprinz von Österreich-Ungarn (1858-1889)

Donnerstag, 18. Juni 2015

Anthroposophische Ernährung nach den vier Elementen

Quelle: aus der Diplomarbeit von Viktoria Tazber mit Genehmigung übernommen von www.smaragdina.at

Die von Rudolf Steiner angegebenen Hinweise zur Ernährung harmonisieren die vier Temperamente Sanguiniker (Luft), Choleriker (Feuer), Phlegmatiker (Waser), Melancholiker (Erde), die jeder Mensch in sich trägt, und von denen meist ein oder zwei dominieren. Die Temperamente bedingen sich jeweils durch die Dominanz der vier Wesensglieder des Menschen (Körper, Seele, Geist, Vegetativseele), die vier Elemente werden jeweils einem Pflanzenteil zugeordnet (Blüte, Blatt, Frucht, Wurzel).

Idealerweise stimmen die von Rudolf Steiner angegebene Hinweise die Ernährung nach den vier Temperamenten ab, die sie wieder den vier klassischen Elementen zuordnen. Die Ernährung ist Hilfsmittel, um seinen Körper (den Erdenleib) zu bilden und ihn wandelbar zu halten, denn ihn braucht der Mensch, um seine Erdenerfahrungen zu machen, um die geistig-seelische Entwicklung zu unterstützen. Lebensrhythmus entsteht durch die vier Elemente, die den vier Ätherarten zugeordnet sind.

Melancholiker Erde Lebensäther Wurzel physischer Leib
Phlegmatiker Wasser Klangäther (=chemischer Äther) Blatt Lebensleib
Choleriker Feuer Wärmeäther Frucht Seele
Sanguiniker Luft Lichtäther Blüte Geist

Durchführung:
Durch Verwenden der Geschmacksrichtungen, die wieder den Elementen zugeordnet sind, werden die einzelnen Temperamente bei Bedarf unterstützt und gestärkt:


Sanguiniker:

+ Luft, Blüte
+ Geist-Seele vom Außen ins Innere leiten und dort verankern.
+ Sanguiniker sind begeisterte Esser aber leicht ablenkbar. Er soll Süßes meiden (ohne Zucker entwickelt die Leber eine regere Tätigkeit aus eigener Kraft heraus) und lernen, den leicht bittere
+ Geschmack zu akzeptieren (bitter regt die Leber an). Da Sanguinikern dem Bitteren des Lebens aus dem Weg gehen, fehlt ihnen die Tiefe des Erlebens.
+ er wählt zarte und feine Gemüse wie Blumen- und Rosenkohl. Rote Beete und Karotten (Süße im Wurzelhaften) sind für den Sanguiniker heilsam, da seine Leichte durch die Tiefe der Wurzel verankert wird.
+ Getreide sind sehr wichtig besonders Hirse, Weizen, Roggen und Gerste.


Choleriker:

+ Feuer, Frucht
+ Der Choleriker ist ein Willenstyp. Bei ihm darf es zu keinen Stauungen kommen, sonst gibt es Explosionen. Stockungen werden durch scharfe Wurzeln, wie Rettich, Sellerie und Kren (durchstrahlen den Stoffwechsel) verhindert.
+ Gewürze, wie Kümmel, entlasten die Verdauung und leiten die Feuerkräfte aufwärts, damit sie von der Zirkulation und Atmung aufgenommen und verwandelt werden können.
+ für den Choleriker ist Nahrung, die bei der Verdauung nicht leicht zu überwinden ist, wie Rohkost, grobes Brot, kernige Getreidegerichte sehr gut. Der Choleriker muss etwas zu kauen haben.
+ Getreide: Hafer in Maßen (nach dem Prinzip das Ähnliche nicht zu meiden), Roggen, Gerste und Weizen


Melancholiker:

+ erdhaft, salzig, bitter
+ Geist-Seele aus der Verhaftung im Stoffwechselbereich lösen und zur Umwelt führen
+ Besonders gut sind Karotten (Wurzel & Süßes), die himmlische Süße im Kleide der ihm verwandten Erdenwurzel
+ wärmende Gewürze wie Fenchel, Anis, Kümmel, Basilikum, Thymian, Majoran, Salbei sind heilsame Lichtelemente für den Melancholiker
+ Kiesel = Tor für das Licht ' Getreide mit besonderer Kieseldynamik, Licht und Wärme, wie Gerste, Hirse, Hafer und Buchweizen sind für den Melancholiker empfehlenswert
+ Mais, das Getreide der Melancholie (demonstriert Schwere und ist saturnisch geprägt) soll nicht ganz gemieden werden, sondern gut gewürzt nach dem Prinzip der Ähnlichkeit verwandelt werden


Phlegmatiker:

+ Wasser, Blatt
+ Wässrige Früchte, wie Gurken und weiche Breie sollen nur mäßig gegessen werden.
+ in der Natur in heilsamer Weise verwandelte Blattgewächse mit Schärfe und Feuer (Zwiebel) bringen Phlegmatiker in Gang.
+ Schrotbreie, Müslis, Kohl, Blattsalate und Gurken immer feurig würzen.
+ Kümmel regt die schlechte Verdauung an (Blähungen).
+ sauer ist für den Phlegmatiker gut.
+ Getreide: Hafer passt bestens, er stachelt den Phlegmatiker an. Reis mit
+ Curry wird nach dem Prinzip der Ähnlichkeit verwandelt.


Die Menschen sollten
+ in sanguinischem Sinne für die Schönheiten des Lebens offen sein
+ mit cholerischer Tatkraft fruchtbar wirken
+ als Melancholiker denken und
+ als Phlegmatiker beschauliche Betrachtungen üben,
Für alles dieses können wir durch eine menschengerechte Ernährung den Boden bereiten.

Anwendung:
Die Anthroposophie ist eine ganzheitliche Lehre, die über die Grenzen der Sinneswelt hinausgeht. Die Ernährung wird als Hilfsmittel angesehen, um angestrebte Gesundheits- und Entwicklungszustände zu erreichen. Die Nahrung ist aus kosmischen und irdischen Kräften
Gewoben. Die hohe Nahrungsmittelqualität wird durch biologischen, dynamischen Landbau (Demeter) erreicht.

Literatur:
Steiner Rudolf: Anthroposophie
Gerhard Schmidt: Dynamische Ernährungslehre Bd. I & II
Wolff Otto: Was essen wir eigentlich?
Renzenbrink Udo: Ernährungskunde aus anthroposophischer Erkenntnis; Ernährung unserer Kinder; Die sieben Getreide; Zeitgemäße Getreideernährung
Bühler Walter: Der Leib als Instrument der Seele
Rudolf Hauschka: Heilmittellehre; Substanzlehre; Ernährungslehre

Dienstag, 16. Juni 2015

Sixto Rodriguez



(English text below)
Der Poet und Musiker Sixto Rodriguez ist heute 72 Jahre alt und lebt in Detroit, MI. Bekannt wurde er erst 2013, als "Searching For Sugar Man" einen Oscar für die beste Dokumentation erhielt. Seine beiden Meisterwerke, die LPs "Cold Fact" und "Coming From Reality" floppten in den USA, vielleicht weil er mexikanischer Abstammung ist, aber jedenfalls war er einfach seiner Zeit weit voraus. Er zog sich ins Privatleben zurück, arbeitete auf Baustellen, mit Obdachlosen, schloss 1981 ein Philosophie-Studium ab, zog drei Töchter groß. In Südafrika jedoch war er ein Star, bekannt wie Elvis Presley, was Rodriguez jedoch nicht wusste wegen des Regimes - und umgekehrt hielt man ihn in Südafrika für tot, es war nichts über seinen Verbleib bekannt. Von den Tantiemen für die in Südafrika verkauften 500.000 CDs/LPs hat er nie etwas gesehen. Eine beeindruckende, inspirierende Person: bescheiden, weise, sozial, frei von Ärger über das gestohlenes Geld. Möge er noch viele Konzerte geben und noch viele Songs schreiben.



wikipedia:
Sixto Diaz Rodriguez, (born July 10, 1942), is an American folk musician from Detroit, Michigan. His career initially proved short lived, with two little-sold albums in the early 1970s and two Australian concert tours. Although retaining a loyal following in Australia, unknown to Rodriguez, his albums became extremely successful and influential in South Africa. According to the film-makers of the documentary about him, Searching for Sugar Man, sales of his records outnumbered those of Elvis Presley in South Africa. He was rumored there to have committed suicide.
In the 1990s, determined South African fans managed to find and contact Rodriguez, which led to an unexpected revival of his musical career. This is told in the 2012 Academy Award–winning documentary film Searching for Sugar Man, which helped give Rodriguez a measure of fame in his home country. On May 9, 2013, Rodriguez received an honorary Doctor of Humane Letters degree from his alma mater, Wayne State University (WSU), in Detroit. Rodriguez lives in Detroit's historic Woodbridge neighborhood, through which he is seen walking in Searching for Sugar Man.

TV-Doku von 1998

 







Mittwoch, 31. Dezember 2014

Engels-Hierarchien

Hierarchien nach Rudolf Steiner
(aus: Geheimwissenschaft im Umriß)

Trinität: Weltengeist (Vatergott) - Weltenseele (Sohn, Wort, Makrokosmos) - Menschengeist (Sophia, Mikrokosmos)

I. Hierarchie, die Namen der Hierarchien sind keine Eigennamen, sondern Namen für gewisse Bewußtseinsstufen des großen Universums, und die Wesen rücken von einer  Stufe zur anderen

1. Seraphim: Fixsternsphäre, Kosmos: Geister der All-Liebe

2. Cherubim: Tierkreis - Geister der Harmonie - transformieren die von der Trinität übergebenen Entwicklungsziele eines Planetensystems in überpersönliche Weisheit, die dann verströmt wird

3. Throne: Planetensystem - Geister des Willens, opfern ihre Willens-Substanz als mineralische Grundsubstanz des Planetensystems und als Wärme hin. Die Gruppen-Iche der Mineralien sind ihre Nachkommen. Saturnsphäre

II. Hierarchie
4. Kyriotetes: Ätherleib der Menschen - Geister der Weisheit, sie opfern sich, damit der Mensch einen Ätherleib erhält. Gruppenseelen der Pflanzen sind ihre Nachkommen.  Jupitersphäre

5. Dynameis: Astralleib der Menschen - Geister der Bewegung, sie erscheinen u.a. in den Zahlengesetzen; die Gruppenseelen der Tiere sind ihre Nachkommen. Marssphäre

6. Elohim: Iche der Menschen - Geister der Form, Christus ist der oberste Elohim, gehört aber auch zur Trinität (Weltenseele). Jahve sendet vom Mond die reife Weisheit, welche die Grundlage für Liebe ist. Die übrigen 6 Elohim wirken durch die Sonne. Region des Seelenlebens, Sinneswelt

III. Hierarchie
7. Archai: bewirken die Zeit - Geister der Persönlichkeit, bestehen aus Geistesmensch als höchsten Bewusstseinszustand. Dieser Stufe gehören auch die Geister der Finsternis (böse Asuras, Luzifer) an, z.B. Satan. Venussphäre, Region der Seelenkraft, Gedankenwelt

8. Archangeloi: Blitze, Feuer - sie bewirken die Sprache und Volksseelen, Feuergeister: Lebensgeist entstehen momentan durch sie. Merkursphäre, Region des Seelenlichtes, Sprachwelt, Gefühlsvorstellung

9. Angeloi: Boten, Söhne des Lebens, bilden gegenwärtig die Geistselbste aus, Schutzengel (Genius). Mondsphäre, Kamaloka, Phantasie/Träumen, willensmäßiges Gefühl

IV. Hierarchie
10. Mensch: Geist der Freiheit und Liebe, bestehend aus physischem Körper, Ätherleib, Astralleib und Ich als höchster Bewusstseinszustand. Erdensphäre, Willenshandlung

11. Tier: bestehend aus physischem Körper, Ätherleib, Astralleib
12. Pflanze: bestehend aus physischem Körper, Ätherleib
13. Mineral, physische Körper

Donnerstag, 15. November 2012

Rudolf Steiners Mysteriendramen

Die vier Mysteriendramen in Auszügen, 120 Min. (deutsch, englischer Untertitel)
Rudolf Steiner's Four Mystery Dramas (excerpts with subtitle)

 1) THE PORTAL OF INITIATION - starts at 3:20
 2) THE SOUL'S PROBATION - starts at 30:55
 3) THE GUARDIAN OF THE THRESHOLD - starts at 56:40
 4) THE SOULS' AWAKENING - starts at 133:15

 

English subtitle is available - read the youtube-description how to turn it on.
These plays were meant to be seen live and in person, and ideally
NOT over a computer screen and certainly NOT in excerpts!

Bezwingst du mich 
Mit deinen stumpfen Denkerwaffen nicht, 
Bist mehr du nicht 
Als flüchtig Truggebild 
Des eignen Wahnes nur.

Samstag, 20. Oktober 2012

Der Siebenjahre-Zyklus

Weshalb findet die Entwicklung der Wesensglieder des Menschen gerade in Jahrsiebten statt?

Dafür liefert neben der Anthroposophie auch die Astrologie eine plausible Erklärung. Saturn braucht 28-29 Jahre für einen Umlauf. Dieser Zyklus lässt sich in vier Abschnitte von 7 Jahren aufteilen.

Im 7. Lebensjahr steht Saturn im Quadrat zu seiner Geburtsstellung: Mit der Einschulung treten Lehrer als weitere Autoritäten neben den Eltern an das Kind heran. Mit 14 bildet Saturn eine Opposition zum Geburts-Saturn: Auflehnung gegen Autoritäten, Testen von Grenzen; manche geraten sogar mit dem Gesetz in Konflikt. Mit 21 Jahren steht Saturn erneut im Quadrat: "Man ist endgültig mündig. Das Elternhaus wird verlassen, früher wurde in diesem Alter oft geheiratet: Man ist für sich selbst verantwortlich" (Helen Fritsch, Astrolgin).


Für das Alter von 28-35 erläutert Rudolf Steiner:

"Was wir Verstandes- oder Gemütsseele nennen, arbeitet sich erst heraus aus der Empfindungsseele (21-28 J.) und ist schon in gewisser Beziehung etwas Abgeklärteres als die Empfindungsseele. In der Verstandesseele sitzen schon die Fähigkeiten, dasjenige in Vorstellungen zu kleiden, was in der Empfindungsseele empfunden ist, dasjenige, was als Instinkte, als Affekte erlebt wird, zu einer menschlicheren Form des Seelenlebens abzuklären. Wenn zum Beispiel Affekte, die sonst nur auf Selbsterhaltung gehen, abgeklärt werden zum Wohlwollen, ja sogar zum liebevollen Verhalten zur Umwelt, haben wir es schon zu tun mit der Verstandes- oder Gemütsseele. In der Verstandesseele geht uns das Ich auf, der eigentliche Mittelpunkt unseres Seelenlebens." (GA 127, S 42ff.)

In dieser Zeit beginnt der 'Ernst des Lebens', "das Probe-Erwachsenen-Alter zu Ende. Der bisherige Lebensentwurf muss geprüft werden und es wird aussortiert, was noch brauchbar und tragfähig ist und was nicht. Wenn man das nicht selbst entscheidet, wird es das Leben für einen tun. Der Beruf wird zu einem zentralen Thema, entweder weil das Studium beendet wird oder die Weichen neu gestellt werden. Während der erste Zyklus noch ein Probelauf war, wissen wir im zweiten Zyklus, was wir können und was nicht. Wir sind wesentlich selbständiger.

Mit dem ersten Quadrat des zweiten Zyklus im Alter von etwa 35 Jahren stellen wir unsere Wertvorstellungen auf den Prüfstand: Wir haben einen Beruf, der Sicherheit bietet, aber vielleicht keine Freude mehr macht. Vielleicht weil wir ihn den Eltern zuliebe ergriffen haben oder weil es ein renommierter Job war, der aber wenig mit unseren eigentlichen Talenten oder Vorlieben zu tun hat. Oder wir führen ein Leben im Dienste der Familie und haben das Verlangen, mehr für uns selbst zu tun? Vergangene Entscheidungen scheinen überholt und müssen korrigiert werden. Die Opposition mit ca. 42- 44 Jahren geht einher mit der sogenannten „Midlife-Crisis“, an der alle u.a. auch der Uranus- und Jupiter-Zyklus beteiligt sind. (...)"

 Link zum gesamten Aufsatz von Helen Fritsch: => Astrologie.de

Montag, 6. August 2012

Perspektiven der Menschheitsentwicklung

aus: GA 204, 16. Vortrag Dornach, 3. Juni 1921

Wir entwickeln die Bewußtseinsseele seit der Mitte des 15. Jahrhunderts; aber wir haben nur noch den Schatten des Verstandes (Anm.: da die Verstandes-Seele bereits davor voll entwickelt wurde). Wenn der Mensch heute seine Begriffe entwickelt, nun, er ist wahrhaftig weit genug entfernt von der Vorstellung, daß da ein Engel in ihm erkennt. Er denkt sich nun halt: Ich denke da etwas aus über die Dinge, die ich erfahren habe. Er redet jedenfalls nicht davon, daß da eigentlich ein geistiges Wesen (d.h. Engel) vorhanden ist, das da erkennt, oder gar ein noch höheres geistiges Wesen (d.h. Erzengel), das durch sein Selbstbewußtsein vorhanden ist.

Dasjenige, womit der Mensch heute die Dinge zu erkennen versucht, das ist der Schatten des Intellektes, wie er sich für die Griechen, zum Beispiel für Plato und Aristoteles, wie er sich selbst für die Römer noch herausgebildet hat.

Aber gerade das, meine lieben Freunde, daß wir uns durch den Verstand nicht mehr zu beirren lassen brauchen, das kann uns weiterhelfen. Die Menschen laufen heute einem Schatten nach, dem Verstande in ihnen, dem Intellekt. Von dem lassen sie sich beirren, statt zu streben nach Imagination, nach Inspiration, nach Intuition, die nun wiederum in die geistige Welt, die eigentlich uns umgibt, hineinführen.

Daß der Verstand schattenhaft geworden ist, das ist ja gerade gut. Aber wir haben zunächst mit diesem schattenhaften Verstande die äußere Naturwissenschaft gegründet. Wir müssen von ihm aus weiterarbeiten, und Gott ist zur Ruhe gekommen, damit er uns arbeiten lasse. Der vierte Zustand (also die Verstandes-Seele) ist heute vollends da. Der Mensch muß sich nur dessen bewußt werden. Und ohne daß er sich dessen bewußt wird, kann nichts weiter sich bilden auf der Erde. Denn dasjenige, was die Erde als Erbstück empfangen hat, das seit dem 4. Jahrhundert untergegangen. Neues muß gegründet werden.

Im 9., 10., 11. Jahrhundert war Weltuntergangsstimmung. Nachher kamen die Kreuzzüge. Sie haben nichts eigentlich gebracht, weil ja im Materiellen gesucht worden ist dasjenige, was im Geiste hätte gesucht werden sollen. Nun, da die Kreuzzüge nichts gebracht hatten, kam den Menschen, man möchte sagen, zunächst wie eine Aushilfe, die Renaissance. Das Griechentum wurde wieder erschlossen, dasjenige, was heute unter den Menschen als Bildung verbreitet wird, das Griechentum war wieder da, es war aber zunächst nicht da als ein Neues.

Das Neue war nur in Bezug auf die äußere Natur in mathematisch-mechanischen Vorstellungen da seit dem Beginn des 15. Jahrhunderts. Dafür aber waren da die Trümmer des Altertums. Unseren jungen Leuten werden die Trümmer des Altertums als Gymnasialbildung eingepfropft. Sie bilden dann die Grundlage der Zivilisation. Oswald Spengler hat diese Trümmer der Renaissance angetroffen. Wie erratische Blöcke schwimmen sie auf dem Meer, das weiteres erzeugen will. Aber schaut man nur hin auf diese Eisblöcke, die da schwimmen, dann sieht man den Untergang. Denn dasjenige, was da aus dem Alten sich erhalten hat, ist in Untergangsstimmung, und niemand kann galvanisieren dasjenige, was unsere heutige Bildung ist. Die geht zugrunde. Eine andere Zivilisation muß aus dem Geistigen heraus durch Urschöpfung geschaffen werden, denn der vierte Zustand (die Verstandes-Seele) ist da.

So muß Scotus Erigena verstanden werden, der sich seine Weisheit - ich möchte sagen, für ihn schon schwer verständlich - aus der Irischen Insel herübergebracht hatte, aus den Mysterien, die da auf der Irischen Insel gepflegt worden waren; das muß man heute aus dem Scotus Erigena herauslesen. Und so spricht nicht nur dasjenige, was man aus der Geisteswissenschaft als Urerkenntnis haben kann, sondern so sprechen auch die Dokumente der älteren Zeiten, wenn man sie wirklich verstehen will, wenn man endlich loskommen will von dem Alexandrinismus der neueren philosophischen Wissenschaft, welche sich Philologie nennt. Man muß schon sagen, so wie diese Dinge getrieben werden heute, merkt man weder viel von Philologie noch von Philosophie. Wenn man die Einpaukereien und die Examensordnungen in unseren Bildungsanstalten sich anschaut, dann ist von «Philo» außerordentlich wenig vorhanden, das muß schon aus einer anderen Ecke heraus kommen, aber wir brauchen es wiederum.

Ich wollte Ihnen zeigen, wie man die Wege erst suchen muß, um dasjenige, was verschüttet ist von der Urweisheit, in der richtigen Weise fassen zu können. Solche Tatsachen beachten ja die Menschen heute nicht, daß im Johannes-Evangelium klar ausgesprochen ist:

Der Logos ist das Schöpferische, nicht der Vatergott.